Arbeitsschutz

Fachkraft für Arbeitssicherheit

Eine Fachkraft für Arbeitssicherheit wird vom Arbeitgeber auf Grund § 5 des Arbeitssicherheitsgesetzes -ASiG- i.V.m. der DGUV Vorschrift 2 „Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit“ bestellt.
Verantwortlich für Sicherheit und Gesundheitsschutz im Betrieb ist grundsätzlich der Arbeitgeber gemäß Arbeitsschutzgesetz -ArbSchG-.

Rechtsgrundlage ist das Gesetz über Betriebsärzte, Sicherheitsingenieure und andere Fachkräfte für Arbeitssicherheit ist das (Arbeitssicherheitsgesetz – ASiG) vom 31.12.1973.

Gefährdungsbeurteilungen

Die Durchführung der Gefährdungsbeurteilung nach § 5 ArbSchG ist Sache des Arbeitgebers und der Führungskräfte. Der Betriebsarzt und die Fachkraft für Arbeitssicherheit haben wie bisher die Aufgabe, den Arbeitgeber/Leiter des Betriebs bei der Einführung eines Konzeptes zur Gefährdungsbeurteilung, bei der Durchführung der Gefährdungsbeurteilung und bei der Auswertung zu unterstützen.

Allerdings haben viele Unternehmen keine oder geringe Kenntnisse zur Durchführung der Gefährungsbeurteilungen. Das übernimmt das Unternehmen SBU für Sie!

Psychische Gefährdungsbeurteilungen

Das Arbeitsschutzgesetz verpflichtet Arbeitgeber/-innen dazu, auf Basis einer Beurteilung der Arbeitsbedingungen zu ermitteln, welche Maßnahmen des Arbeitsschutzes erforderlich sind (vgl. § 5 ArbSchG). Bei dieser Gefährdungsbeurteilung sind auch psychische Belastungen der Arbeit zu berücksichtigen (vgl. § 5 ArbSchG, Ziffer 6).

Also: Die Berücksichtigung psychischer Belastung in der Gefährdungsbeurteilung ist eine arbeitsschutzgesetzliche Pflicht!

Grundsätzlich ist der Arbeitgeber für die Planung und Umsetzung der  Gefährdungsbeurteilung verantwortlich.

Er muss die Gefährdungsbeurteilung nicht selbst durchführen, sondern kann

zuverlässige und fachkundige Personen schriftlich damit beauftragen (§ 13 Abs. 2 ArbSchG).

Die steigende psychische Belastung in der Arbeitswelt wird heutzutage vielfach diskutiert. Psychische Belastung ist jedoch nicht automatisch schädlich und ist auch nicht gleichzusetzen mit psychischer Erkrankung.

Psychische Belastung ist zunächst ganz allgemein die Gesamtheit aller äußeren Faktoren, die psychisch auf uns einwirken.

Anders als im Alltagsverständnis und entgegen dem allgemeinen Sprachgefühl ist psychische Belastung damit als neutral zu verstehen.

Einwirkung

Auf die Arbeit bezogen ist psychische Belastung somit die Gesamtheit der Anforderungen, die aus der Tätigkeit entsteht.

Psychische Belastung kommt also bei allen Tätigkeiten vor und betrifft alle Menschen.

Insofern geht es auch nicht darum psychische Belastung abzuschaffen oder zu beseitigen, sondern darum, sie menschengerecht zu gestalten.

 

Auswirkung

Die Folgen psychischer Belastung auf den einzelnen Beschäftigten werden Beanspruchung genannt und können unterschiedlich ausfallen.

Wie gut oder schlecht jemand mit psychischer Belastung zurechtkommt, ist von mehreren Faktoren abhängig.

Neben Art, Dauer, zeitlicher Lage und Intensität der psychischen Belastung spielen auch die individuellen Voraussetzungen und Bewältigungsstrategien eine Rolle dabei, ob die Folgen positiv oder negativ ausfallen.

Dabei gibt es sowohl anregende als auch beeinträchtigende Effekte.

Im besten Fall führt psychische Belastung zu positiven Beanspruchungsfolgen und trägt zu Gesundheit, Wohlbefinden und beruflicher Weiterentwicklung bei.

Im schlechtesten Fall geht die psychische Belastung mit beeinträchtigenden Beanspruchungsfolgen einher und gefährdet zum Beispiel bei lang anhaltendem Stress Wohlbefinden und Gesundheit und führt oft zu langen Krankheitsausfällen.

 

Mein Unternehmen führt diese Gefährdungsbeurteilungen nach 3 Methoden vor.

Diese sind:

  • Standardisierte schriftliche Mitarbeiterbefragung
  • Moderierte Analyseworkshops
  • Beobachtungsverfahren/Beobachtungsinterviews

 

Welches Verfahren sollten Sie nutzen?

Wichtig ist:  Der Gesetzgeber macht Ihnen keine Vor­schriften über das „Wie“ der Gefährdungsbeurtei­lung.

Gefordert ist nur, dass Sie eine Beurteilung vornehmen, in der alle Merkmalsbereiche der psychi­schen Belastung berücksichtigt werden.

Treffen Sie die Auswahl für eine oder die Kombina­tion aus mehreren Methoden unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen Ihres Unternehmens.

Gefährdungsbeurteilungen für Schiffe der Binnenfahrt und im internationalen Seeverkehr

Das Seearbeitsgesetz ist ein spezielleres Gesetz, aber ohne Regelungen zur Gefährdungsbeurteilung. Somit ist das Seearbeitsgesetz im Sinne des Arbeitsschutzgesetzes keine entsprechende Rechtsvorschrift. Für Seeschiffe über 500BRZ liefert der ISM-Code die Grundlage, um eine Gefährdungsbeurteilung zu erstellen und zu dokumentieren.

Unsere Dienstleistungen

Inspektion des Schiffes während der Fahrt mit erfahrenen Sicherheitsingenieuren, (Maschinenräume-Haupt- und Hilfsmaschinenräume, Steuerhaus/Wohnung einschl. Aufenthaltsräume der Besatzung und des Bordpersonals, Fahrgastbereich, Deck einschl. Fährdeck, Gastronomiebereich, Arbeitsorganisation und Verhaltensanalyse) incl. Erstellung der Gefährdungsbeurteilung und Betriebsanweisungen, Gefährdungsbeurteilung nach ISM-Code für Schiffe.

Betriebsanweisungen

Grundsätzlich muss eine Betriebsanweisung immer dann erstellt werden, wenn eine Gefährdung der Beschäftigten möglich ist.
Die Gefährdungen sind im Rahmen der Beurteilung der Arbeitsbedingungen (Gefährdungsbeurteilung) zu ermitteln.
Die Betriebsanweisung (BA) ist ein Dokument, welches auf Gefahren hinweisen und Schutzmaßnahmen aufzeigen soll.

Betriebsanweisungen müssen für Maschinen und andere technische Anlagen oder auch für Arbeitsverfahren erstellt werden.

Die Betriebsanweisungen sollten folgenden Inhalt haben:

  • Anwendungsbereich
  • Gefahren für Mensch und Umwelt
  • Schutzmaßnahmen und Verhaltensregeln
  • Verhalten bei Störungen
  • Verhalten bei Unfällen, Erste Hilfe
  • Sachgerechte Entsorgung / Instandhaltung (bei Maschinen / technischen Anlagen)
  • Folgen der Nichtbeachtung

Hinweise auf die Notwendigkeit von Betriebsanweisungen für Maschinen ergeben sich aus dem Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG §§ 4, 9 Abs. 1 und 12 Abs. 1) und der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV § 9).
Die BA dient auch als Basis für Unterweisungen.

Staplerausbildung

Staplerfahrerausbildung durch das Unternehmen SBU mit erfahrenen Trainern!

Als Ausbilder für Flurförderzeug-Fahrer kann tätig werden, wer auf Grund seiner fachlichen Ausbildung und Erfahrung ausreichende Kenntnisse auf dem Gebiet der Flurförderzeuge hat und mit den einschlägigen staatlichen Arbeitsschutzvorschriften (z.B. Gerätesicherheitsgesetz, Maschinenverordnung, Arbeitsmittelbenutzungsverordnung), Unfallverhütungsvorschriften und den allgemein anerkannten Regeln der Technik (z.B. BG-Regeln, DIN-Normen) vertraut ist und mindestens folgende Anforderungen erfüllt:

  • Mindestalter 24 Jahre
  • erfolgreiche Ausbildung zum Fahrer von Flurförderzeugen

Dies beinhaltet mindestens den erfolgreichen Abschluss der allgemeinen Ausbildung (Stufe 1) nach Abschnitt 3.2. BGG 925

  • 2 Jahre Erfahrung im Umgang mit oder dem Einsatz von Flurförderzeugen

Dies soll sicherstellen, dass der Ausbilder Erfahrungen im täglichen Einsatz mit Flurförderzeugen gesammelt hat. Idealerweise sollte er über längere Zeit Flurförderzeuge gefahren haben.

  • Meister oder mindestens 4jährige Tätigkeit in gleichwertiger Funktion

Mit dieser Anforderung soll gewährleistet werden, dass der Ausbilder über Fähigkeiten verfügt, eine Ausbildung erfolgreich durchführen zu können. Hierzu gehört z.B.:

  • Ausbildungskonzepte zu erstellen,
  • Fachkenntnisse zu vermitteln,
  • eine Gruppe durch einem Lehrgang zu führen.
  • erfolgreiche Teilnahme an einem Lehrgang für Ausbilder von Flurförderzeugfahre

Lärmmessungen

Ermittlung des Lärmexpositionspegels am Arbeitsplatz

Nach der Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung vom 6. März 2007 muss der Unternehmer im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung nach § 5 des Arbeitsschutzgesetzes prüfen, ob die Beschäftigten Lärm oder Vibrationen ausgesetzt sind oder ausgesetzt sein könnten.

Dazu kann er sich z.B. auf die Angaben eines Maschinenherstellers, auf eigene Erfahrungen oder auf bestehende Datenbanken stützen.

Lässt sich die Einhaltung der in der Verordnung gegebenen Auslösewerte nicht zweifelsfrei ermitteln, muss der Unternehmer die bestehende Exposition durch geeignete Messungen objektiv erfassen.

Zur Beurteilung der Lärmexposition gibt die Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung verschiedene Auslösewerte vor, die – wenn sie erreicht oder überschritten werden – Präventionsmaßnahmen nach sich ziehen.

Ein Tages-Lärmexpositionspegel LEX,8h ab 80 dB(A) bzw. ein Spitzenschalldruckpegel LpCpeak ab 135 dB(C) erfordert:

  • Information der Beschäftigten (bei Erreichen des Auslösewertes)
  • Bereitstellung von Gehörschutz (bei Überschreiten des Auslösewertes)
  • Angebot von arbeitsmedizinischer Vorsorge (bei Überschreiten des Auslösewertes).

Ab einem Tages-Lärmexpositionspegel LEX,8h von 85 dB(A) beziehungsweise einem Spitzenschalldruckpegel LpCpeak von 137 dB(C) gilt:

  • Tragepflicht für Gehörschutz (bei Erreichen des Auslösewertes)
  • Arbeitsmedizinische Vorsorge veranlassen (Pflichtvorsorge, bei Erreichen des Auslösewertes)
  • Kennzeichnung von Lärmbereichen (bei Überschreiten des Auslösewertes)
  • Aufstellung eines Lärmminderungsprogramms (bei Überschreiten des Auslösewertes).

Zur Ermittlung des Lärmexpositionspegels setzen wir ausschließlich Messgeräte der Klasse 1(auf Grund der besseren Messgenauigkeit) ein.

Was bedeutet Messgeräte der Klasse 1?

Nach DIN 45645-2 [16] besteht die Vorgabe, dass das eingesetzte Messgerät wie auch der Kalibrator mindestens der Genauigkeitsklasse des Mess– und Beurteilungsverfahrens entspricht.
Somit ließen sich z.B. für Messungen nach der Genauigkeitsklasse 2 sowohl Schallpegelmesser der Klasse 2
als auch der Klasse 1 einsetzen.

Wir verwenden erstklassige Messgeräte des Unternehmens Cirrus Research.

Das Unternehmen SBU unterbreitet Ihnen gerne ein Angebot zur Ermittlung des Lärmexpositionspegels für Ihr Unternehmen. Setzen Sie sich mit uns in Verbindung!

Brandschutz

Das Unternehmen SBU stellt für Sie den Brandschutzbeauftragten!

Verantwortlich für die Arbeitssicherheit und somit auch für den Brandschutz in einem Betrieb ist der Arbeitgeber. Im Arbeitsschutzgesetz sind die Pflichten des Arbeitgebers festgeschrieben. Speziell für den Brandschutz regelt dies § 10 Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG):

„Der Arbeitgeber hat entsprechend der Arbeitsstätte und der Tätigkeit sowie der Zahl der Beschäftigten die Maßnahmen zu treffen, die zur … Brandbekämpfung erforderlich sind. Der Arbeitgeber hat diejenigen Beschäftigten zu nennen, die Aufgaben der … Brandbekämpfung … übernehmen. Anzahl, Ausbildung und Ausrüstung der benannten Beschäftigten müssen in einem angemessenen Verhältnis zur Zahl der Beschäftigten und zu den bestehenden Gefahren stehen.“

Eine direkte gesetzliche Verpflichtung des Arbeitgebers, sich in Fragen des Brandschutzes beraten zu lassen, gibt es also im Allgemeinen nicht!

Je nach der Gesetzgebung der einzelnen Bundesländer kann aber für bauliche Anlagen besonderer Art und Nutzung diese Beratungspflicht vorgeschrieben werden. Diese Anlagen können sein

  • Krankenhäuser,
  • Kaufhäuser und
  • Hotels und Beherbungsbetriebe  sowie
  • bestimmte Betriebe, die der Industriebaurichtlinie unterliegen,

also Bereiche, in denen sich eine Vielzahl von Personen aufhält, die sich nicht unbehindert bewegen können und/oder über keine entsprechende Ortskenntnis verfügen.

Aufgaben, Qualifikation und Ausbildung von Brandschutzbeauftragten werden in der gleichnamigen DGUV Information 205-003 (bisher: BGI 847) beschrieben.